Seit August verstärkt Muhamed Mrad unser Team im Vertrieb. Wir haben mit ihm über seine ersten Monate bei customX gesprochen und dabei spannende Einblicke in die Herausforderungen des Variantenmanagements, die Erwartungen potenzieller Kunden und die Vorteile der Produktkonfiguration gewonnen.
Zunächst auch an dieser Stelle noch einmal herzlich willkommen bei uns im Team. Du bist seit Anfang August bei customX. Wie waren deine ersten Wochen?
In den ersten Wochen stand natürlich vor allem die Einarbeitung auf dem Programm. Ich habe sehr viel Input erhalten, den ich erst einmal verstehen und verarbeiten musste. Das war durchaus anspruchsvoll, schließlich wollte ich gut vorbereitet in meine ersten Kundengespräche starten.
Gleichzeitig bin ich bei customX in eine völlig neue Welt gekommen. Statt Fleischwurst und Energydrink zum Frühstück (So war das bei meinen ehemaligen Kollegen üblich) gibt es hier gesunde Snacks 😆. Das gefällt mir ehrlich gesagt deutlich besser.
Besonders positiv ist mir aufgefallen, wie offen und hilfsbereit das Team ist. Jeder nimmt sich Zeit, teilt sein Wissen und hat ein offenes Ohr. Dadurch wird der Einstieg trotz der vielen neuen Informationen deutlich leichter.
Wie würdest du dich in drei Worten beschreiben?
Was hat dich beim Einstieg positiv überrascht?
Neben der angenehmen Arbeitsatmosphäre haben mich die Ausstattung, die Ordnung und die Professionalität beeindruckt. Besonders gefreut habe ich mich über das kleine Willkommenspaket auf meinem Schreibtisch. Solche Gesten machen den Start einfacher und zeigen Wertschätzung.
Du hast inzwischen mit einigen Unternehmen gesprochen. Welche Herausforderungen begegnen dir dabei besonders häufig?
Da muss man zwischen meinen eigenen Herausforderungen und denen der Unternehmen unterscheiden.
Für mich besteht die größte Herausforderung darin, den richtigen Ansprechpartner für Gespräche zum Thema Variantenmanagement und Konfiguration zu herauszufinden. Nur, wer den Prozess der Variantenkonstruktion wirklich kennt, kann einschätzen, welches Potenzial durch den Einsatz von customX entsteht.
Und welchen Herausforderungen begegnen die Unternehmen selbst?
Im Gespräch tauchen vor allem drei Themen immer wieder auf:
An erster Stelle steht der Fachkräftemangel. Auch wenn sich die Situation in einigen Bereichen etwas entspannt hat, bleibt die Personalknappheit gerade im technischen Umfeld spürbar. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Individualisierung und Geschwindigkeit kontinuierlich.
Ein zweites großes Thema ist die Einführung neuer Softwarelösungen, insbesondere von KI-Anwendungen. Solche Projekte binden sehr viele Ressourcen, kosten Zeit und Kraft, die dann an anderer Stelle fehlen. Andere Vorhaben, insbesondere im IT-Bereich, werden daher häufig zunächst zurückgestellt.
Der dritte Faktor ist die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit. Viele Unternehmen gehen daher sehr zurückhaltend mit Investitionen um, obwohl diese entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit sind.
Gibt es etwas, das dich an customX besonders beeindruckt hat?
Vor allem die Ergebnisse und Dokumente, die erzeugt werden. Besonders beeindruckend finde ich die automatische Erstellung kompletter Fertigungszeichnungen und Daten, die von Maschinen direkt eingelesen werden können.
Hinzu kommt, dass die Software und das Team nicht vor komplexen Produkten zurückschrecken. customX kann jedes Variantenprodukt abbilden, egal ob einfach oder hoch komplex. Man braucht also nur eine Software für alle Anwendungsfälle. Das Wissen der Mitarbeiter um den Aufbau von Regelwerken und die Erkennung von Produktstrukturen sind sehr umfassend – man stellt sich auf das Kundenprodukt ein, egal wie komplex es ist.
Was unterscheidet customX aus deiner Sicht von anderen Ansätzen oder Lösungen?
Hier möchte ich drei Punkte herausstellen:
Erstens: Alle Dateien, die benötigt werden, werden aus einem einzigen System heraus erzeugt. Das schafft durchgängige Prozesse und erleichtert die Datenpflege erheblich.
Zweitens: Unser Ziel ist nicht, möglichst viele Dienstleistungen zu verkaufen. Vielmehr möchten wir unsere Kunden in die Lage versetzen, ihr System selbstständig zu pflegen und auszubauen. Dafür starten wir meist mit einem ersten Produkt, das Mitarbeiter des Kunden und meine Kollegen gemeinsam im Regelwerk erfassen. Nach entsprechenden Schulungen können die Kunden viele Aufgaben selbst übernehmen und behalten dennoch jederzeit einen kompetenten Ansprechpartner.
Drittens: Für die Arbeit mit customX – auch für Aufbau von Konfigurator und Regelwerk – sind keinerlei Programmierkenntnisse erforderlich. Der Konfigurator wird nicht programmiert, sondern strukturiert aufgebaut. Dadurch können die Menschen, die das Produkt am besten kennen – Konstrukteure und Techniker –, direkt am System arbeiten.
Welches Vorurteil bezüglich Konfiguratoren würdest du gerne aus der Welt schaffen?
Viele glauben, dass sich mit KI heute in kürzester Zeit problemlos ein Konfigurator erstellen lässt. Die Realität ist deutlich komplexer.
Man sollte nicht irgendetwas basteln, sondern den Prozess gut durchdenken und vor allem Aspekte wie Qualität, Wartbarkeit und Sicherheit nicht vernachlässigen. Deshalb lohnt es sich häufig, auf eine etablierte Lösung zu setzen. Das ist oft genauso schnell umgesetzt, langfristig aber wirtschaftlicher und vor allem sicherer.
Gibt es ein Kundenbeispiel, das den Nutzen von customX besonders gut zeigt?
Ja, das gibt es tatsächlich. Einer unserer Kunden wickelt rund 80 % seiner Aufträge in der entsprechenden Produktgruppe über customX ab. Bei der Einführung unserer Software stand der Prozessgedanke klar im Vordergrund. So konnte der administrative Prozess von fünf Tagen auf zwei Stunden reduziert werden. Das entspricht einer Zeitersparnis von etwa 95 %.
Ein weiteres Beispiel ist der Torhersteller AKM. Dort wurde gleichzeitig mit customX erstmals CAD eingeführt und so die digitale Transformation auf den Weg gebracht hat. Aus einem klassischen Handwerksbetrieb ist Schritt für Schritt ein echtes Industrieunternehmen geworden. Zum Referenzbericht
Solche Beispiele zeigen sehr deutlich, welches Potenzial in einer konsequenten Einführung und Nutzung von Produktkonfiguration mit customX steckt. Weitere Beispiele finden Sie hier.
Was sollten Interessenten unbedingt über customX wissen?
Oft wird angenommen, dass customX nur für besonders komplexe oder hoch technische Produkte geeignet ist. Tatsächlich eignet es sich aber für alle Variantenprodukte, deren Aufbau bestimmten Regeln folgt. Die Komplexität spielt dabei überhaupt keine Rolle.
Außerdem läuft die Erzeugung von Dokumenten bei customX vollkommen automatisch. Egal ob Angebote, Stücklisten, Fertigungszeichnungen oder BIM-Daten: Hier muss niemand mehr Hand anlegen. Und auch CAD-Kenntnisse sind nicht erforderlich.
Was würdest du einem Interessenten empfehlen? Wie gelingt der Einstieg in die Produktkonfiguration?
Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für Planung und Vorbereitung. Starten Sie mit einem klar abgegrenzten Anwendungsfall, der schnell messbare Erfolge ermöglicht. Anschließend können weitere Produkte und Prozesse Schritt für Schritt integriert werden.
Die Zeit, die zu Beginn investiert wird. Zahlt sich später mehrfach aus: Prozesse werden schneller, Fehler reduziert und Ressourcen effizienter eingesetzt. Langfristig verbessert das die Wettbewerbsfähigkeit und schafft Raum für weiteres Wachstum
Was war bislang dein persönlicher „customX-Moment“?
Mein persönlicher customX-Moment liegt noch vor mir. Da ich erst wenige Monate dabei bin, freue ich mich besonders auf das erste Projekt, das ich von Beginn an begleiten darf. Es wird spannend zu erleben, wie Unternehmen durch Engineering Automation ihre Prozesse messbar effizienter gestalten und welche Ergebnisse sich dadurch erzielen lassen.
Vielen Dank für das Gespräch.
Muhamed bringt nicht nur einen frischen Blick auf die Themen Variantenmanagement und Produktkonfiguration mit, sondern auch viel Begeisterung für die Möglichkeiten, die moderne Engineering-Automation-Lösungen bieten. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit ihm viele Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre Prozesse effizienter zu gestalten und das Potenzial ihrer Produktdaten optimal zu nutzen.